Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! Jesaja 58, 7   Eigentlich   wollen   wir   uns   jetzt   im   Dezember   auf   Weihnachten   einstellen,   die   Adventskerzen   anzünden und    ein    bisschen    Ruhe    und    Frieden    genießen.    Das    dürfen    wir,    das    sollten    wir    auch,    der    Corona- Pandemie   zum   Trotz. Aber:   Die   Worte   des   Jesaja   erinnern   uns   daran,   dass   wir   nicht   alleine   auf   der   Welt sind,   sondern   unser   „Schalom“   mit   dem   der   anderen   Menschen   verbunden   ist.   Wirklich   glücklich   können wir   nur   sein,   wenn   es   den   Armen   und   den   Benachteiligten   um   uns   herum   und   in   unserer   Welt   besser geht. Mein Glück gibt es nur als unser Glück.  Die   prophetischen   Worte   antworten   auf   eine   Klage   des   Gottesvolkes,   dass   Gott   ihre   Bitten   nicht   richtig erhört.   Sie   beten   und   fasten,   aber   Gott   reagiert   nicht   darauf;   als   ob   er   nicht   da   wäre.   Der   Prophet antwortet:   Ihr   betet   und   fastet   und   gleichzeitig   streitet   ihr,   übervorteilt   einander   und   unterdrückt   die Schwachen.   Wirklich   effektives   Fasten   und   Beten   wäre,   wenn   ihr   euch   um   Gerechtigkeit   müht   und aufeinander achtet. Gutes tun, Barmherzigkeit üben, das ist ein Beten, das Gott bewegt. Deutliche Worte! Dass    wir    Gottes    Nähe    spüren,    und    damit    auch    Frieden    und    Glück,    das    wünschen    wir    uns    in    der Weihnachtszeit   ganz   besonders.   Dabei   werden   wir   aber   immer   wieder   enttäuscht.      Weihnachtsfriede   mag sich   manchmal   so   gar   nicht   einstellen.   Jesaja   ermahnt   uns,   in   dieser   Zeit   in   besonderer   Weise   an   die Armen   und   Unterdrückten   zu   denken   und   unseren   Wohlstand   mit   ihnen   zu   teilen.   Darum   machen   die Spendenaufrufe   in   der   Weihnachtszeit   Sinn   und   wohl   uns,   wenn   wir   dem   auch   folgen.   Ein   Schritt   weiter wäre   es,   wenn   wir   konkret   darüber   nachdenken,   wie   wir   mit   benachteiligten   Menschen   in   unserer   Nähe unser   Glückteilen   können,   z.B.,   indem   wir   ihnen   anbieten,   sie   zu   besuchen   oder   zu   uns   einladen.   Dabei müssen    wir    prüfen,    was    uns    in    der    jeweiligen    Situation    angemessen    ist.    Wir    müssen    uns    nicht übernehmen.   Aber   etwas   können   wir   tun,   damit   es   heller   um   uns   wird,   unser   „Licht   hervorbricht   wie   die Morgenröte   und   unsere   Heilung   schnell   voranschreitet“   (V.8).   Wir   selbst   können   nur   heil   werden,   Frieden erleben,   wenn   wir   das,   was   wir   haben,   mit   den   Menschen   um   uns   herum   teilen.   So   kann      Weihnachten werden und Gott kommt uns ganz nah, in Jesus!   Autor: Prof. Dr. Michael Kißkalt
112 Jahre Leben finden - Gemeinschaft erfahren
Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! Jesaja 58, 7   Eigentlich   wollen   wir   uns   jetzt   im   Dezember   auf   Weihnachten   einstellen, die    Adventskerzen    anzünden    und    ein    bisschen    Ruhe    und    Frieden genießen.   Das   dürfen   wir,   das   sollten   wir   auch,   der   Corona-Pandemie zum   Trotz.   Aber:   Die   Worte   des   Jesaja   erinnern   uns   daran,   dass   wir nicht   alleine   auf   der   Welt   sind,   sondern   unser   „Schalom“   mit   dem   der anderen   Menschen   verbunden   ist.   Wirklich   glücklich   können   wir   nur sein,   wenn   es   den Armen   und   den   Benachteiligten   um   uns   herum   und   in unserer Welt besser geht. Mein Glück gibt es nur als unser Glück.  Die   prophetischen   Worte   antworten   auf   eine   Klage   des   Gottesvolkes, dass   Gott   ihre   Bitten   nicht   richtig   erhört.   Sie   beten   und   fasten,   aber   Gott reagiert   nicht   darauf;   als   ob   er   nicht   da   wäre.   Der   Prophet   antwortet:   Ihr betet   und   fastet   und   gleichzeitig   streitet   ihr,   übervorteilt   einander   und unterdrückt   die   Schwachen.   Wirklich   effektives   Fasten   und   Beten   wäre, wenn   ihr   euch   um   Gerechtigkeit   müht   und   aufeinander   achtet.   Gutes tun,   Barmherzigkeit   üben,   das   ist   ein   Beten,   das   Gott   bewegt.   Deutliche Worte! Dass   wir   Gottes   Nähe   spüren,   und   damit   auch   Frieden   und   Glück,   das wünschen   wir   uns   in   der   Weihnachtszeit   ganz   besonders.   Dabei   werden wir     aber     immer     wieder     enttäuscht.          Weihnachtsfriede     mag     sich manchmal   so   gar   nicht   einstellen.   Jesaja   ermahnt   uns,   in   dieser   Zeit   in besonderer   Weise   an   die   Armen   und   Unterdrückten   zu   denken   und unseren     Wohlstand     mit     ihnen     zu     teilen.     Darum     machen     die Spendenaufrufe   in   der   Weihnachtszeit   Sinn   und   wohl   uns,   wenn   wir dem   auch   folgen.   Ein   Schritt   weiter   wäre   es,   wenn   wir   konkret   darüber nachdenken,   wie   wir   mit   benachteiligten   Menschen   in   unserer   Nähe unser    Glückteilen    können,    z.B.,    indem    wir    ihnen    anbieten,    sie    zu besuchen   oder   zu   uns   einladen.   Dabei   müssen   wir   prüfen,   was   uns   in der    jeweiligen    Situation    angemessen    ist.    Wir    müssen    uns    nicht übernehmen.   Aber   etwas   können   wir   tun,   damit   es   heller   um   uns   wird, unser   „Licht   hervorbricht   wie   die   Morgenröte   und   unsere   Heilung   schnell voranschreitet“    (V.8).    Wir    selbst    können    nur    heil    werden,    Frieden erleben,   wenn   wir   das,   was   wir   haben,   mit   den   Menschen   um   uns herum   teilen.   So   kann      Weihnachten   werden   und   Gott   kommt   uns   ganz nah, in Jesus!   Autor: Prof. Dr. Michael Kißkalt
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