Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. Matthäus 16, 24+25 Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?  Matthäus 16,26   Die   Welt   gewinnen,   das   klingt   sehr   verlockend.   Aber   wie   könnte   das   denn   gehen,   die   Welt   gewinnen?   Was nimmt   der   Mensch   da   in   den   Blick?   Was   ist   das   Ziel   seines   Strebens?   Gewinn   von   Besitz,   von Ansehen,   mehr Zustimmung    durch    andere    Menschen,    schnelles    Erreichen    von    Karrierezielen?    Oder    möglichst    viele verschiedene   Länder   bereisen,   Erfüllung   persönlicher   Wünsche   und   Ziele,   Optimierung   des   eigenen   Körpers, Höchstzahl an Facebookfreunden und immer mehr Follower in den sozialen Medien? Immer   mehr   –   immer   besser   –   immer   weiter.   Darin   kann   der   Mensch   sich   selbst   verlieren   und   folgt   so   bald   nicht mehr   den   eigenen   Zielen,   sondern   findet   sich   wieder   als   ein   Getriebener.   Was   auch   immer   das   sein   könnte,   die Welt   zu   gewinnen,   Jesus   warnt   vor   Seelenschaden   durch   Weltgewinn.   Es   gilt   zu   überprüfen,   was   der   Mensch in   den   Fokus   seines   Strebens   stellt.   Nachfolgerinnen   und   Nachfolger   Jesu   sind   aufgefordert,   die   Perspektive   zu ändern.   Was   ist   es   wirklich   wert,   dass   ich   mein   Streben,   meine   Sehnsucht   darauf   richte?   Was   will   ich   gewinnen und würde mir das guttun?  Über   das,   was   der   Mensch   im   Außen   gewinnen   kann,   vergisst   er   oft   den   Blick   nach   innen   zu   richten.   Jesus fordert   auf,   die   eigene   Seele   nicht   zu   vergessen.   Beschädigte   Seelen   durch   Weltgewinn.   Seelsorgerinnen   und Seelsorger   kennen   solche   Seelenschäden:   Burnout   –   Einsamkeit   –   Überforderung   –   Konsumsucht   –   Sucht nach Selbstoptimierung und die kleinen Schwestern davon: Unzufriedenheit und Langeweile.  Wer   ein   Ziel   in   den   Blick   nimmt   muss   lernen,   an   den   richtigen   Stellen   „Ja“   und   „Nein“   zu   sagen.   Wer   „Ja“   sagt zum   Reich   Gottes   muss   an   anderen   Stellen   „Nein“   sagen   zu   dem   eigenen   Wunsch   der   Ich-Ausdehnung.   Wie einer,   der   eine   Perle   findet   und   alles   verkauft,   um   diese   eine   kostbare   Perle   zu   erwerben.   „Ja“   und   „Nein“   sagen kann   uns   vor   dem   „zu   viel“   schützen,   auf   das   unsere   Zeit   einen Anspruch   erhebt.   Wer   „Ja“   sagt   zur   Nachfolge Jesu   muss   „Nein“   sagen   zur   Verlockung   des   Weltgewinns,   muss   sich   selbst   mäßigen,   ein   gutes   Maß   finden   für ein   neues   Verhältnis   zu   den   alltäglichen   Herausforderungen.   Jesu   Worte   laden   ein   zur   rechten   Verhältnis- mäßigkeit,   zu   einer   Mäßigung,   um   das   rechte   Verhältnis   zur   Welt   und   zur   Seele   zu   finden.   In   diesem   Sinne schützt   die   Nachfolge   Jesu   vor   einem   Schaden   an   der   eigenen   Seele:   Seele   heil   statt   Seelenschaden.   Jesus fordert   uns   auf,   die   Perspektive   zu   ändern   und   ihm   nachzufolgen.   Eine   Nachfolge,   die   dann   in   mancher Hinsicht Verlust bedeuten kann. Letztlich ist dieser Verlust im Horizont des Reiches Gottes aber ein Gewinn.  Autor:  Prof. Dr. Andrea Klimt
111 Jahre Leben finden - Gemeinschaft erfahren
Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. Matthäus 16, 24+25 Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?  Matthäus 16,26   Die   Welt   gewinnen,   das   klingt   sehr   verlockend.   Aber   wie   könnte   das denn   gehen,   die   Welt   gewinnen?   Was   nimmt   der   Mensch   da   in   den Blick?    Was    ist    das    Ziel    seines    Strebens?    Gewinn    von    Besitz,    von Ansehen,     mehr     Zustimmung     durch     andere     Menschen,     schnelles Erreichen   von   Karrierezielen?   Oder   möglichst   viele   verschiedene   Länder bereisen,   Erfüllung   persönlicher   Wünsche   und   Ziele,   Optimierung   des eigenen   Körpers,   Höchstzahl   an   Facebookfreunden   und   immer   mehr Follower in den sozialen Medien? Immer   mehr   –   immer   besser   –   immer   weiter.   Darin   kann   der   Mensch sich   selbst   verlieren   und   folgt   so   bald   nicht   mehr   den   eigenen   Zielen, sondern   findet   sich   wieder   als   ein   Getriebener.   Was   auch   immer   das sein   könnte,   die   Welt   zu   gewinnen,   Jesus   warnt   vor   Seelenschaden durch   Weltgewinn.   Es   gilt   zu   überprüfen,   was   der   Mensch   in   den   Fokus seines    Strebens    stellt.    Nachfolgerinnen    und    Nachfolger    Jesu    sind aufgefordert,   die   Perspektive   zu   ändern.   Was   ist   es   wirklich   wert,   dass ich   mein   Streben,   meine   Sehnsucht   darauf   richte?   Was   will   ich   gewinnen und würde mir das guttun?  Über   das,   was   der   Mensch   im Außen   gewinnen   kann,   vergisst   er   oft   den Blick   nach   innen   zu   richten.   Jesus   fordert   auf,   die   eigene   Seele   nicht   zu vergessen.   Beschädigte   Seelen   durch   Weltgewinn.   Seelsorgerinnen   und Seelsorger    kennen    solche    Seelenschäden:    Burnout    –    Einsamkeit    Überforderung   –   Konsumsucht   –   Sucht   nach   Selbstoptimierung   und   die kleinen Schwestern davon: Unzufriedenheit und Langeweile.  Wer   ein   Ziel   in   den   Blick   nimmt   muss   lernen,   an   den   richtigen   Stellen „Ja“   und   „Nein“   zu   sagen.   Wer   „Ja“   sagt   zum   Reich   Gottes   muss   an anderen    Stellen    „Nein“    sagen    zu    dem    eigenen    Wunsch    der    Ich- Ausdehnung.   Wie   einer,   der   eine   Perle   findet   und   alles   verkauft,   um diese   eine   kostbare   Perle   zu   erwerben.   „Ja“   und   „Nein“   sagen   kann   uns vor   dem   „zu   viel“   schützen,   auf   das   unsere   Zeit   einen   Anspruch   erhebt. Wer   „Ja“   sagt   zur   Nachfolge   Jesu   muss   „Nein“   sagen   zur   Verlockung des   Weltgewinns,   muss   sich   selbst   mäßigen,   ein   gutes   Maß   finden   für ein   neues   Verhältnis   zu   den   alltäglichen   Herausforderungen.   Jesu   Worte laden   ein   zur   rechten   Verhältnis-mäßigkeit,   zu   einer   Mäßigung,   um   das rechte   Verhältnis   zur   Welt   und   zur   Seele   zu   finden.   In   diesem   Sinne schützt   die   Nachfolge   Jesu   vor   einem   Schaden   an   der   eigenen   Seele: Seele   heil   statt   Seelenschaden.   Jesus   fordert   uns   auf,   die   Perspektive zu   ändern   und   ihm   nachzufolgen.   Eine   Nachfolge,   die   dann   in   mancher Hinsicht   Verlust   bedeuten   kann.   Letztlich   ist   dieser   Verlust   im   Horizont des Reiches Gottes aber ein Gewinn.  Autor:  Prof. Dr. Andrea Klimt
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