Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.                                                                                                                       Jesaja 2,4 Nationen   verlernen   das   Handwerk   des   Krieges.   Menschen   werden   nicht   darin   unterwiesen,   gegen   andere die   Waffen   zu   erheben.   Ja,   sogar   die   Waffen   werden   zu   nützlichen Alltagsgeräten   umfunktioniert.   Die   Worte des   Propheten   Jesaja   (und   Micha,   s.   Kap.   4,1-5!)   durchbrechen   die   übliche   Logik.   Frieden   wird   nicht   durch Krieg,    Unterwerfung    und    Gewalt    hergestellt,    sondern    durch    die    Weisungen    Gottes,    die    Menschen bereitwillig aufnehmen und umsetzen! Eine grandiose Vision. Aber   wir   sehen   fast   täglich   Bilder   von   Raketenangriffen   auf   die   Ukraine,   von   schwer   erträglicher   Gewalt   im Nahen    Osten,    von    zerstörten    Häuser    und    toten    Menschen.    Angesichts    dieser    Realität    erscheint    die prophetische Vision als realitätsferne Utopie. Die   Vision   des   Jesaja   wurde   zu   dem   Motto   der   Friedensbewegung   in   Deutschland.   Zunächst   im   Osten   und dann   im   Westen   war   es   auf   vielen   Jeansjacken   zu   sehen.   Frieden   schaffen   ohne   Waffen   wurde   zum pazifistischen Bekenntnis. In   der   Bildwelt   des   Propheten   steht   interessanterweise   nicht   die   Vernichtung   von   Waffen   am   Anfang, sondern   ein   Handeln   Gottes:   Er   richtet   die   Völker,   indem   er   Recht   schafft.   Hier   liegt   wohl   die   Idee   zugrunde, dass   es   ein   Ausgleich   zwischen   Ländern   stattfindet,   dass   Recht   und   Gerechtigkeit   durchgesetzt   werden. Recht    und    Gerechtigkeit    bestimmten    das    Verhältnis    zwischen    Arm    und    Reich,    Schwach    und    Stark, Schwellen-   und   Industrieländern,   West   und   Ost.   Erst   auf   dem   Boden   dieser   Erfahrung   werden   dann   die Waffen    umgeschmolzen!    Die    Reihenfolge    ist    wichtig!    Sie    scheint    mir    auch    für    die    Beurteilung    der komplexen   Fragen   um   Krieg   und   Frieden, Aufrüstung   und   Wehrdienst   ein   wichtiger   Gedanke   zu   sein.   Möge Gott   uns   dabei   helfen,   dass   Recht   und   Gerechtigkeit   sich   durchsetzen!   Das   muss   das   große   Ziel   sein,   auf das alle politische und menschliche Kraft ausgerichtet wird. Dafür will ich mich einsetzen. Aber   auf   dem   Weg   dahin,   bin   ich   froh,   dass   der Atomschirm   der   NATO   unser   Land   vor   den   Kriegsgelüsten eines   russischen   Möchtegern-Zaren   schützt.   Vermutlich   werden   wir   noch   lange   einen   weisen   Umgang   mit militärischer Verteidigung brauchen; aber einen, der dem großen Ziel dient.   Autor: Prof. Dr. Oliver Pilnei
118 Jahre Leben finden - Gemeinschaft erfahren
  Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.                                                                                                                       Jesaja 2,4 Nationen   verlernen   das   Handwerk   des   Krieges.   Menschen werden   nicht   darin   unterwiesen,   gegen   andere   die   Waffen   zu erheben.     Ja,     sogar     die     Waffen     werden     zu     nützlichen Alltagsgeräten    umfunktioniert.    Die    Worte    des    Propheten Jesaja   (und   Micha,   s.   Kap.   4,1-5!)   durchbrechen   die   übliche Logik.    Frieden    wird    nicht    durch    Krieg,    Unterwerfung    und Gewalt   hergestellt,   sondern   durch   die   Weisungen   Gottes,   die Menschen     bereitwillig     aufnehmen     und     umsetzen!     Eine grandiose Vision. Aber   wir   sehen   fast   täglich   Bilder   von   Raketenangriffen   auf die   Ukraine,   von   schwer   erträglicher   Gewalt   im   Nahen   Osten, von    zerstörten    Häuser    und    toten    Menschen.    Angesichts dieser     Realität     erscheint     die     prophetische     Vision     als realitätsferne Utopie. Die      Vision      des      Jesaja      wurde      zu      dem      Motto      der Friedensbewegung   in   Deutschland.   Zunächst   im   Osten   und dann   im   Westen   war   es   auf   vielen   Jeansjacken   zu   sehen. Frieden    schaffen    ohne    Waffen    wurde    zum    pazifistischen Bekenntnis. In   der   Bildwelt   des   Propheten   steht   interessanterweise   nicht die   Vernichtung   von   Waffen   am Anfang,   sondern   ein   Handeln Gottes:   Er   richtet   die   Völker,   indem   er   Recht   schafft.   Hier   liegt wohl    die    Idee    zugrunde,    dass    es    ein   Ausgleich    zwischen Ländern      stattfindet,      dass      Recht      und      Gerechtigkeit durchgesetzt   werden.   Recht   und   Gerechtigkeit   bestimmten das   Verhältnis   zwischen Arm   und   Reich,   Schwach   und   Stark, Schwellen-   und   Industrieländern,   West   und   Ost.   Erst   auf   dem Boden      dieser      Erfahrung      werden      dann      die      Waffen umgeschmolzen!   Die   Reihenfolge   ist   wichtig!   Sie   scheint   mir auch   für   die   Beurteilung   der   komplexen   Fragen   um   Krieg   und Frieden,   Aufrüstung   und   Wehrdienst   ein   wichtiger   Gedanke zu    sein.    Möge    Gott    uns    dabei    helfen,    dass    Recht    und Gerechtigkeit    sich    durchsetzen!    Das    muss    das    große    Ziel sein,     auf     das     alle     politische     und     menschliche     Kraft ausgerichtet wird. Dafür will ich mich einsetzen. Aber   auf   dem   Weg   dahin,   bin   ich   froh,   dass   der   Atomschirm der     NATO     unser     Land     vor     den     Kriegsgelüsten     eines russischen   Möchtegern-Zaren   schützt.   Vermutlich   werden   wir noch      lange      einen      weisen      Umgang      mit      militärischer Verteidigung    brauchen;    aber    einen,    der    dem    großen    Ziel dient.   Autor: Prof. Dr. Oliver Pilnei
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